Wassergeister, Zwerge und Kobolde

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Wassergeister
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Die drei Gattungen Wassergeister, Zwerge und Kobolde gehören in der deutschen Sage zu jener Unterabteilung des großen dämonischen Reiches, die wir albische, alfische oder elbische Wesen, Alben oder Elfen nennen. Dabei soll gleich betont werden, daß unser moderner deutscher Ausdruck Elfen den Begriff der albischen Wesen nicht deckt. Der Ausdruck ist im 18. Jahrhundert durch Wieland aus dem Englischen nach Deutschland gebracht worden und bedeutet eigentich nur Luftgeist, während es im Englischen noch richtig für Elfe, Zwerg und Kobold verwendet wird. Die nordische Wurzel ist Alf, die mittelhochdeutsche Alp. Dieses Wort wird heute nur noch mehr für den sogenannten Druckgeist verwendet, daher der Name Alpdruck, der nicht, wie manche Leute meinen, vom Gebirge, den Alpen, herkommt. Richtig müssen wir also von Zwergen und Kobolden und Wassergeistern sprechen als von elfischen Wesen und im einzelnen den Elf von der Elfe unterscheiden. Oberon ist ein Elf, ebenso wie der Zwerg Alberich im Ring der Nibelungen; Undine in der Lortzingschen Oper ist eine Elfe, ebenso wie Kühleborn ein Elf ist.

Der Erlkönig aber - weit bekannt aus Goethes Ballade - ist gar nicht als ein Verwechslung Herders. Herder hatte bei der Übersetzung aus dem Dänischen den Ausdruck Ellerkonge, was soviel heißt wie Elfenkönig, mit Erlkönig übersetzt, weil er meinte, das hänge mit dem niederdeutschen Eller - Erle zusammen, es hängt aber mit elver, das ist Elfe zusammen.
In Gnorris Edda finden wir eine gute Einteilung der Elfen in Lichtelfen und Dunkelheitselfen. Der licherfüllte Gott Freyr wohnt in Alfheimer, bei den Lichtelfen also. Loki ist auch ein Lichtalf. In den nordischen Sagas treffen wir gelegentlich auf Elfenopfer, ähnlich den Opfern der alten Juden an die Felddämonen. Noch heute bringt das Volk Blumen und Speiseopfer oft in ganz versteckten Formen an. Man nennt in Schweden Steine, die viele kleine runde Vertiefungen haben, Elfenmühlen. Das Volk legt noch manchmal kleine Opfergaben in die Vertiefungen. Aber der Gebrauch ist doch erst in relativ später Zeit entstanden. Diese Steine, sogenannte Näpfchensteine waren ursprünglich sicher keine Opfersteine, sondern Kalendersteine. Die Näpfchen sind Sonnensymbole, und gelegentlich finden sich auch nordische Jahreshieroglyphen auf ihnen.

Die elfischen Wesen gehen zurück bis in die nordische Mythologie. Das hindert aber nicht daran, daß einzelne Gruppen von ihnen andere Herkommen aufweisen oder daß sich die ursprüngliche Bedeutung im Laufe der Zeit sehr geändert hat.
Schon bei den Zwergen, um im einzelnen nun mit diesen zu beginnen, ist nicht eine mythologische Herkunft nachweisbar, sondern auch eine ethnographische zum mindesten möglich. Es ist denkbar, daß die hochgewachsene nordische Rasse bei der ersten Besiedelung germanischen Gebietes auf Volksstämme sehr kleinen Wuchses stieß, die aber sehr geschickt in der Metallverarbeitung waren und die sich, vor den Siegern zurückweichend, in wilde Schluchten und Bergtälern flüchteten, wo sie noch lange Zeit hausten. Es kann die Sage von den Zwergen durch sie im einzelnen entstanden sein oder aber auch die mitgebrachte Mythologie von den Zwergen durch diese praktische Erfahrung verstärkt oder umgewandelt worden sein.

Der Zwerg ist in der deutschen Sage und im Volksglauben außerordentlich verbreitet. In allen germanischen Sprachen kommt das Wort Zwerg vor. Im Nordischen behalten die Zwerge ihr elfisches Wesen mehr bei als im südlichen Germanien, wo sie durch die ritterliche Dichtung dem Leben der Erdenmenschen im Wesen und selbst in der sozialen Gliederung ähnlicher gemacht wurden. Es ist ganz interessant, daß sie im ältesten deutschen Ritterroman, dem "Roudlieb" eines tegernseer Mönches um das Jahr 1030, vorkommen. Im Norden sind sie in viel älteren Gesängen schon gewissermaßen literarisch eingeführt. Stets sind sie der Metallverarbeitung und -bearbeitung besonders kundig. Inwieweit das auf die keltische Kunst der La-Tene-Zeit zurückgeht oder von dieser beeinflußt wurde, wage ich nicht zu entscheiden. In der nordischen Mythologie sind alle Kunstwerke, so Odins Speer, Thors Hammer, Freyrs Eber, dann auch Ringe und Schiffe, ja selbst die golfblonden Haare einer Göttin von ihnen gefertigt.

Sie sind vor den Menschen gewesen. Eine ästhetisch nicht gerade sehr ansprechende Version der Edda gibt an, daß sie aus den Maden sich entwickelt hätten, die sich nach der Tötung des Urriesen Ymir in dessen Fleisch vorgefunden hätten. Man hat Anhaltspunkte, daß gewisse Zwergentypen auf astrale Motive zurückgehen, so etwa König Laurin in Tirol, dessen Rosengarten wohl die Abendsonne ist, während der den Garten zerstörende Wittisch die Mittagssonne mit ihrem weißen Glanz bedeuten kann. Auch die astralen Gegensätze von Sonne und Mond sind in Zwergengeschichten vielleicht da und dort deutbar. Doch wollen wir damit hier keine Zeit verlieren.

Die Zwerge haben unendlich viele Bezeichnungen in den deutschen Sagen bekommen. Ich nenne nur einige wenige, so etwa Erdmännchen, Erdschmiedlein, Erdwichtel, Wichtelmännchen, Erdbiberli (in der Schweiz), Bergmännchen, Schrazeln, und allgemein, die Unterirdischen. Thor ist der Beschützer der Zwerge. Eine prachtvolle romantische deutsche Oper, Hans Heiling von Marschner, zeigt die Tragik eines unterirdischen Alfs, der die Menschen kennen lernen will und nur Trug und Gemeinheit auf der Erde findet. An Gestalt sind sie klein, meist dickköpfig, so daß sie da und dort geradewegs Dickköpfe genannt werden. Die Männer tragen lange graue Bärte, die manchen Ausleger dazu veranlaßten, im dicken Kopf den Stern und im Barte die Sternstrahlen zu vermuten. Ihr elfisches Wesen zeigen sie ganz korrekt der Sagenlogik dadurch an, daß ihr im übrigen dem Menschen gleicher Körper einige Unregelmäßigkeiten aufweist. So haben sie oft Gänsefüße. Sie lassen diesen Mangel, wie immer üblich in der Sage, nicht gerne sehen, sondern bedecken ihn mit einen langen Mantel. In der Oberpfalz haben sie Kinderfüße, aber das genügt nicht um sie elfisch auszuweisen, daher fehlt diesen Kinderfüßen ein Zeh. Auf dem Kopf tragen sie eine meist rote, oft auch grüne Kappe, die Nebelkappe oder Tarnkappe, mit der sie sich unsichtbar machen können. Sie wohnen unter der Erde, und die menschliche Phantasie hat in Ausschmückung dessen, was die Menschen schon früh namentlich in Salzbergwerken an glitzernen Kristallen sehen konnten, die Zwergenpaläste mit wunderbarer Pracht ausgestattet. Sie sind mit allerlei Geistesgaben und Sinnesfeinheiten ausgestattet, die den Menschen fehlen. Da sie vor den Menschen da waren, so sind sie nicht gerade erfreut, daß die Menschen durch Abholzung des Waldes und durch den Lärm ihrer Arbeit sie allmählich vertreiben. Aber trotzdem sind sie im allgemeinen gutmütig und stets hilfreich, wenn sie gut behandelt werden. Sie werden nur böse und dann auch gefährlich, wenn sie verspottet werden und Undank ernten. Sie selbst bezahlen jeden Dienst und halten ihr Wort. Ihre großen Schätze bewachen sie mit Eifersucht, und nach den schönen Menschenmädchen geht ihre ganze Liebe. Si ehaben die Musik gerne und den Tanz und erscheinen oft bei den Festen der Menschen. Sie essen kein Fleisch außer das der Fische und trinken sehr gerne Milch. Sie reden ein eigene, den Menschen unverständliche Sprache. Man sieht sie meist nachts und am Tage nur um die Mittagsstunde. Sie haben eine Religion, die aber nicht christlich ist, doch hat die spätere Sage auch christliche Zwerge erfunden. Sie rauben gerne Kinder der Menschen und legen gern Wechselbälge in die Wiegen der darob entsetzten Mütter. Diese Wechselbälge sind wasserköpfige Kinder, Kretins usw., deren Herkunft sich der Volksglaube auf diese Weise erklärte.

Die Zwerge haben auch die spätere Sagenbildung und die Märchenbildung bis in die moderne Zeit befruchtet.
Ganz interessant ist die Herkunft der Erdmännchen. Die erdmännchen sind, sagen wir einmal, sagentechnisch aus den Zwergen geworden. Ihr Name kommt erst in dem Märchen von Brandt (1457 bis 1521) von dem Krieg der Erdmännlein und der Kranische vor. Von hier aus treten sie dann in der deutschen Dichtung häufig auf. In Berggegenden verwandeln sich die altgermanischen Zwerge in kleine Berggeister und Bergmännlein. Namentlich in den Bergwerken selbst spielen sie eine große Rolle. Sie tragen Bergmannstracht und erweisen sich frommen und guten Bergleuten als Freunde. Aft allerdings gehen sie in den Sagen ganz in das Dämonische über und verlieren ihre den Zwergen stets bis zu einem gewissen Grade anhaftende Menschlichkeit. In Bergländern, so auch in der Schweiz, tritt eine weitere Variation der Zwerge in den Almgeisterlein auf. Es sind sehr liebe Geisterchen, die verstiegende Kühe retten und sich stets hilfreich benehmen. Die von der Alm abziehenden Sennen lassen etwas Mundvorrat und Heu für die Almgeisterlein im Winter zurück. Doch ist der Brauch seit einiger Zeit nicht mehr in Übung. Alle diese Berggeisterlein sind wohl aus einer Synthese von Bergdämon und Zwerg entstanden.

Hierher gehört auch das Venedigermnnchen, eine beliebte Sagenfigur. Im Mittelalter standen die Venitianer im Rufe der Zauberkunst, wahrscheinlich wegen ihres Glases. Aber vielleicht ist eine Mischung der Worte da am Werke gewesen und ein Zweig ihrer sprachlichen Herkunft stammt von den alten deutschen Fenesleuten.
Sehr häufig treten die Zwerge auch als kleine freundliche Hausgeister auf. dann sind sie Heinzelmännchen oder Herdmännchen genannt.

Als Wasserzwerge gehen sie dann über in den Begriff der Wasserelfen oder Nixen. Sie verlieren hier zumeist ihre kleine Gestalt. Es gibt männliche und weibliche Nixen. Der Nix ist meist ein alter Herr, mit grünem Bart, grünen Zähnen, grünen Haaren und grünem Hut. Er wohnt in Flüssen und Bächen, aber auch in alten Brunnen. Eine sehr schöne Verkörperung des Nix hat uns Gerhart Hauptmann in seiner versunkenen Glocke gegeben, gleichzeitig ein Beispiel der unglücklichen Liebe der Wassergeister zu den Menschen. Wie der Nix versucht, das schöne Menschenmädchen zu sich zu locken, um sie im Kristallpalst unten am Boden des Wassers zur Königen zu machen, so verucht die Nixe den schönen Hirten zu sich zu locken. Die Stimme der Nixen beiderlei Geschlechtes ist schön und verlockend. Ich erinnere sie an die herliche Ballade von Nöck, die Karl Löwe mit großem Verständnis für das Elfische der ganzen Situation komponiert hat.

Die männlichen Nixen erscheinen zumeist um die Hochmittagsstunde. Meist steigen sie nur, wie die weiblichen Nixen auch, bis zum halben Leibe aus dem Wasser. Denn mit ihrem Körper ist das nicht ganz in Ordnung. Die schönste und entzückendste Nixe hat statt der Beine einen Fischschwanz und sie zeigt diesen elfischen Mangel im Körperlichen nicht gerne. Aber gelegentlich erscheinen die Nixen doch auf dem Lande und sehen dann wie andere Menschen aus. Doch tröpelt stets etwas Wasser aus irgend einem Teilchen ihres Gewandes. Die weiblichen Nixen sind in der Regel friedfertiger als männlichen. Sie sitzen oft an der Sonne und trocknen ihre langen Haare. Man wird da sofort an die Loreley denken. Aber ich muß meinen Lesern eine Enttäuschnung bereiten. Die Loreley gehört der deutschen Sage nicht an. Der Loreley- oder, besser gesagt, Lurleifelsen ist zwar schon in der frühmittelalterlichen Sage der Aufenthaltsort von Geistern, und der deutsche Dichter Konrad Marner erzählt schon im 13. Jahrhundert, daß hier der Schatz des Nibelungen ruht, aber die Lurlei als Person hat erst Brentano in einer Ballade 1801 zum erstenmale angedeutet, ein reines Phantasiebild von ihm: "In Bacharach am Rheine wohnt eine Zauberin", heißt es in dem Gedichte. Diese Zauberin stürzte sich - sie sollte Nonne werden - von dem Felsen in den Strom. Später hat sie Bretano zur Nixe umgewandelt und erst Heine hat sie 1823 in der Form uns geschenkt, in der sie heute ein sagenhaftes Alter vortäuscht, ohne es zu besitzen.

Auch die Nixen lieben Gesang, Tanz und Musik sehr. Oft erscheinen sie zu dritt bei ländlichen Hochzeiten. Wenn sie sich da im Liebesgetändel mit den Burschen verspäten, so empfängt sie fürchterliche Strafe des regierenden Nix, der sie tötet. Ihre Klagen werden weit am Ufer hin gehört.
Gelegentlich hat die Nixe auch Böses im Sinn. Sie verlockt Kinder oder sie verlangt als Beherrscherin des Wassers ein Menschenopfer jedes Jahr.
Die Neigung der elbischen Wesen zum Menschengeschlecht ist typisch und sie beruht wohl darin, das diese elbischen Wesen einer gewissen Ergänzung durch das Menschengeschlecht bedürfen. Sie sind zwar relativ unsterblich - unterscheiden sich sehr wohl von den sterblichen Menschen - brauchen diese aber sehr häufig, um ihr Geschlecht fortzusetzen. Wenn das auch nicht strikte Regel ist, so ist es doch wie gesagt häufig. Und auch das deutet wieder darauf hin, daß sie zum Teil wohl aus dem Zusammenstoß der nordischen Rasse mit irgend einer kleinen Rasse Europas einen Teil ihres Ursprungs haben. Elbische Wesen treten auch oft in Tierform, namentlich in Märchen auf.

(siehe auch bei Märchen)

Die letzte Art - in der ganz groben Einteilung, die wir hier machen - sind die Kobolde. Sie sind auch zum Teil aus dem Zwergen entstanden, zum Teil aber auch aus dämonischen Vorstellungen. Sie sind den Zwergen sehr ähnlich, aber im Wesen doch nicht dasselbe. Der Kobold ist ein reiner Dämon in der gestalt des Zwerges. Der Zwerg aber ist ein winziger Mensch mit einzelnen dämonischen Eigenschaften. wichtelmännchen, Heinzelmännchen stehen an der Grenze zwischen Kobolden und Zwerge. Sie sind, je nachdem ihnen die Einstellung dämonischer oder menschliche Züge in höherem Maße verleiht, eines von beiden.
Die Kobolde sind nur männlich. Weibliche Weibliche Koboldfiguren gehören nur der Dichtung, nicht der Sage an. Sie haben die Charaktereigenschaften der Zwerge mit erhöhter Luft am Schabernack. Sie treten als Poltergeister und Rumpelgeister ganz in das dämonische Gebiet über. Ganz abwegig und irrig ist ihre Behandlung in der Vogtländischen Volkssage, wo sie durch irgendwelchen Grund aus altheidnischen Hausgeistern zu Seelen gestorbener ungetaufter Kinder werden. Alle diese elbischen Wesen haben ihre Natur nach mit Christlichem gar nichts zu tun. Es ist ganz charakteristisch, daß es oft von ihnen heißt, sie können den Namen Christi nicht aussprechen. Sie werden durch Glockengeläute verscheucht und verirren sich nie in eine Kirche. Wo sie mit christlichen Dingen zu tun haben, handelt es sich stets um eine spätere märchenartige Veränderung ihres eigentlichen Wesens.

Ein gottbegnadeter deuter und Dichter der Gegenwart, Schmid-Noerr, hat in einem prachtvollen, von Sagen durchwobenen Roman, "Frau Perchtas Auszug", ganz richtig geschildert, wie diese elbischen Wesen im Gefolge der alten Götter das Land verlassen, ein trauriger Zug, und wie nur die erinnerung an sie uns verblieben ist.
Wir haben noch einige Ausdrücke, die mit den Kobolden der Sage zusammenhängen. Wenn es im Norddeutschen heißt "Koboldzen" oder "Kobold schießen", so hängt das mit den luftigen Bewegungen der Kobolde zusammen. Es ist das gleiche, was die Süddeutschen Purzelbaumschlagen nennen. Auch dieses Wort kommt von den Kobolden, die gelegentlich den Namen Purzel haben.
Das ganze Reich der elbischen Wesen bevölkert unsere Märchen. Der Däumling und die sieben Zwerge, die Heinzelmännchen und alle die kleinen Kerle, die dem Kinde im Walde begegnen, ja bis zu den lebendig werdenden Schwammerlingen, alle sind Zwerger, und alles was im Märchen über sie, ihre eigenen Schicksale und ihren Verkehr mit guten oder bösen Menschen erzählt wird, geht in irgend einer Weise und wenn es auch nur mit einem zartesten Würzelchen geschieht, weit, weit zurück bis in die allbeseelte Natur unserer ganz alten Ahnen, bis in jene Zeit, wo der alte Gott Thor, der fulltrui der Menschen, auch der Beschützer des Zwergenvolkes war.

Man soll daher Achtung vor den Sagen haben, und wenn man etwa selbst Märchen schreibt, soll man sich davor hüten, einen Unsinn phantastischer Natur zusammenzubrauen, wie das besonders in moderner Zeit soviel geschieht. Man soll Märchen, die im Gebiete der Sage sich bewegen, nur schreiben, wenn man die Sage selbst beherrscht. Und nicht glauben, daß das Unsinnig-Phantastische allein schon ein Märchen ist.

Quelle: Das Erbe unserer Ahnen, Band 1 von Franz Carl Endres; Stuttgarter Verlags-Institut GmbH Stuttgart; © 1931 by Verlag Friedrich Bohnenberger, Stuttgart; Jadu 2000




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