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Wörter - Erklärung
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| Achmardi | ein kostbares arabisches Gewebe. |
| Alfen, Elfen | gute und böse Geister; Lichtalfen und Schwarzalfen |
| Asen | die germanischen Götter |
| Asgard | die Burg der Götter |
| Asinnen | die Göttinnen der Germanen |
| Blutrache | Die Blutrache war im germanischen Heidentum eine heilige Pflicht für die Angehörigen des Erschlagenen, Buße in Geld und Gut wurden nur selten angenommen. |
| Blutsbrüderschaft | Zwei, die Blutsbrüderschaft schließen wollten, ritzten sich leichte Wunden und ließen das Blut in ihre Fußspur (Fußstapfen) rinnen; sie waren dadurch hinfort so eng verbunden wie rechte Brüder. |
| Botenbrot | eine dem heutigen Trinkgeld ähnliche Belohnung. |
| Brake | Spürhund |
| Bragi | der Gott des Gesangs |
| Brautschatz | Das Geld, welches der Bräutigam der Braut oder ihrem Vater zahlte, da es ursprünglich ein Kaufgeld war. |
| Brünne | Harnisch |
| Cypernbaum | Cypresse (Zypresse) |
| Degen | jeder freigeborne Knabe, sodann der Mann, der Held. |
| Drache, Drachschiff | Die Schiffe der seefahrenden Germanen hatten häufig die Gestalt oder wenigstens das holzgeschnitzte Bild (Gallionbild) eines Drachen und wurden darnach Drachen oder Drachenschiffe genannt. |
| Edelinge | Edelleute |
| Eigenhold | zinspflichtiger Lehnsmann |
| Elfen | siehe Asen |
| Freier | der Sonnengott und der Gott der Fülle, den man um Fruchtbarkeit und Frieden anrief; seine Schwester Freia ist die Göttin der Liebe. |
| Gadem | Frauenwohnung |
| Ger | Wurfspeer |
| Gitterthor | das rasselnde Thor (Tor) vor Hels. Behausung, die mit einem hohen Gitter umgeben ist. |
| Gullinbursti | der heilige Eber Gott Freiers, bei dem Gelübde getan wurden; seine Borsten sind von Gold. |
| Häcksen, Hächsen | der Kniebug an den Hinterbeinen der Rosse. |
| Halsberge | der Teil der Rüstung, welcher den Hals birgt. |
| Hel | die Todesgöttin, zu der alle nicht in der Schlacht Gefallenen (ursprünglich alle abgeschiedenen Seelen) kommen. |
| Hochgezeit (Hochzeit) | das alte, gute Wort für Fest und Festgelage. |
| Hochsitz | der erhöhte Sitz in der Halle, auf welchem die Fürsten und Fürstinnen, überhaupt die Vornehmen saßen. |
| Holmgang | Zweikampf. Die Holmgänge fanden gewöhnlich zur Zeit des Vollmonds statt, häufig auf Inseln im Fluß (Holm). |
| Julfest | Das Mitwinterfest, die längste Nacht des Jahres; der Name gilt im germanischen Norden teilweise noch für die Weihnachtszeit. |
| Hämmerer | der Verwalter der Gewande, Vorräte und auch der Kostbarkeiten. |
| Kemenate | Schlafgemach, Frauengemach |
| Landsprache | Versammlung der freien Männer des ganzen Landes, siehe auch Thing. |
| Loki | der heimtückische Gott des Feuers. |
| Magd, Maid | das alte Ehrenwort für Jungfrau |
| Magen | Blutsverwandte |
| Marschall | der Stallmeister, Führer der reisigen Knechte |
| Meinthat | Frevelthat |
| Met | ein dem Bier ähnliches Getränk aus Honig, das in allen Häusern bereitet wurde. |
| Minne | Liebe, auch Erinnerung, Gedenken. |
| Minne trinken | das Gedächtnis Angehöriger, insbesondere Toter trinken. |
| Morgengabe | ist das Geschenk, das nach germanischem Brauch der Bräutigam am Morgen nach der Hochzeitstag der Braut übergab. |
| Neiding | Schimpfname; eigentlich: ein hinterlistiger Mann, der sich zum verabredeten Kampf nicht einfindet und dadurch ehrlos wird. |
| Nornen | Schicksalsgöttinen. Sie walten über das Geschick des Menschen von der Geburt bis zum Tod. |
| Odin | der oberste der Götter, Allvater oder auch Walvater (Vater der Walstatt) genannt; einer seiner Namen ist auch Langbart. |
| Oriflamme | (auri flamma), das vergoldete Kriegsbanner des Frankenheers. |
| Pallas | Palast, Hauptbau der Hofburg, auch der große Saal der Burg. |
| Palladine (Paladine) | die zur nächsten Umgebung der Herrschers gehörigen, in seinem Pallas (palatium) sich aufhaltenden Ritter. |
| Pféllel | (pallium), ein Seidenstoff des Orients |
| Plialt | ein seidenes Gewebe des Orients |
| Ran | die Gemahlin des Meergottes Ägir, die Meergöttin. |
| Raste | das alte gute Wort für Meile (etwa zwei Stunden). |
| Ring | Schon bei den alten Germanen fand ein Ringwechsel zwischen Verlobten statt. |
| Ring | auch Kreis, abgegrenzter Platz. |
| Ringe | die Ringe des Panzers |
| Runen | die Schriftzeichen des germanischen Altertums; man schrieb ihnen geheimnisvolle Kräfte zu und erforschte damit auch die Zukunft; sie bestanden häufig aus Buchenstäben und wurden auch in Hörner, Waffen u. eingeritzt. |
| Runensprüche |
Die hauptsächlich zu magischem Gebrauch verwendeten Runen erhielten durch die dazu gehörigen Zauberlieder und Sprüche die wundersame Kraft. |
| Schelch | eine Art von Riesenhirschen. |
| Schildjungfrau | Schildmaid, Beiname der schildtragenden Walküren. |
| Schildnägel | die vier Nägel, die den Eisenbeschlag in der Mitte des Schilds festhielten. |
| Schildspange | das Band, mit dem der Schild am Arm festgehalten wurde, und das oft mit Kleinoden geziert war. |
| Schlafdorn | der Dorn, durch welchen Odin, der auch Todesgott ist, in (Todes-) Schlaf versenkt, weshalb auch die Scheiterhaufen häufig aus Dornen geschichtet waren. |
| Schwertleite | das Fest der Schwertverleihung. |
| Sicherheit bieten | Der Besiegte mußte eidlich geloben, sich in den Willen des Siegers zu fügen, (das jetzige Ehrenwort kriegsgefangener Offiziere ist etwas Ähnliches, 1896). |
| Skalde | Die Skalden waren die Sänger, welche die Ruhmestaten der Helden in Liedern (mit Harfenbegleitung) sangen. |
| Sleipnir | ist Odins achtfüßiges Roß (ein weißgrauer Hengst), auf dem er in Sturm und Schlacht reitet. |
| Sounwend | das bei den alten Germanen hochgehaltene Fest der Sommersonnenwende (Juni). |
| Tarnkappe | eine von zauberkräftigen Zwergen gefertigte unsichtbar machende Kopfbedeckung. |
| Thing | die öffentliche Volksversammlung unter freiem Himmel, wo Fürsten oder Richter Recht sprachen. Jeder durfte frei seine Meinung sagen. Das Schlagen der Schwerter auf die Schilde bezeichnete Beifall, Gemurr der Stimmen Mißfallen. |
| Thor | der Gott des Donners und der Kraft. |
| Tiost | ist das Lanzenrennen zu Pferd, in dem ein einzelner Reiter gegen einen einzelnen Gegner heransprengt. |
| Truchseß | der Speisen und Mahl besorgende Ritter. |
| Tugendlich | an allen Tugenden reich. |
| Tyr (Ty, Zio) | der Kriegsgott, der bei Zweikämpfen angerufen wurde. |
| Urdarborn | der Quell der Nornen an der Esche Yggdrasil |
| Vaterrache | siehe Blutrache |
| Wala, Wöle | Seherin |
| Walhalla | die Halle der Götter und der im Kampf gefallenen Helden (Einherier). |
| Walküren | die bewaffneten Götterjungfrauen, welche die zum Tod bestimmten Helden (küren) auswählen und die gefallenen nach Walhalla geleiten. |
| Walvater | siehe Odin |
| Wasser begossen | Auch im germanischen Heidentum wurde das kleine Kind mit Wasser begossen und ihm meistens der Name beigelegt. Wer den Namen gab, mußte zur Namensfestigung auch eine Gabe steuern, die häufig in Grundstücken, Waffen oder Kleinoden bestand. |
| Zeltbering | Zeltring, der Zeltkreis des Königs oder eines Vornehmen (siehe auch Ring). |
Quelle: Germania's Sagenborn, Emil Engelmann, 1889, Verlag
Paul Neff, von rado jadu 2001
Nordische,
Germanische Götter und Sagengestalten, Buchstaben A - K
Nordische,
Germanische Götter und Sagengestalten, Buchstaben L - Z